Master Line Source 2, Eine Anschaffung fürs Leben?

EINMAL PIEGA, IMMER PIEGA

Februar 2020
von deinem PIEGA-Team

 

Die Master Line Source Serie (MLS) ist unser Flaggschiff und entstand in mehrjähriger und intensiver Entwicklungszeit. Alle drei Lautsprecher der Serie funktionieren nach dem Prinzip der Linienquelle (Line Source) und werden in absolut minutiöser Handarbeit in Horgen am Zürichsee gefertigt. Immer mit dem Ziel, perfekte Soundqualität zu garantieren. Die drei Modelle erreichen mit ihren stolzen 165 cm bis 176 cm eine stattliche Höhe und sind daher in jedem Wohnzimmer eine echte Erscheinung.

Wir wollten wissen, weshalb sich Kunden für einen Lautsprecher der MLS Serie entscheiden und haben darum nachgefragt. Lorenzo aus Zürich, selbst stolzer Besitzer eines Master Line Source 2, führt uns durch seinen persönlichen Entscheidungsprozess.

INTERVIEW MIT MLS 2 BESITZER LORENZO AUS ZÜRICH

1. Waren die MLS 2 deine ersten PIEGA Speaker?

Lorenzo: Nein, mir ist PIEGA schon länger ein Begriff. Meine erste PIEGA war eine C3 Ltd, viele Jahre später folgte die Coax 711 und seit letztem Jahr die MLS 2 – getreu dem Motto: einmal eine Piega, immer eine Piega!

2. Wie sah dein Entscheidungsprozess zum Kauf aus?

Lorenzo: Der Entscheidungsprozess ging einigermassen lange, zum einen, weil mir die Evaluationsphase Spass macht – sie ist Teil des Hobbys – und zum anderen, weil man ja nicht die Katze im Sack kaufen möchte. Sprich, alle in Frage kommenden Lautsprecher habe ich ein- bis zweimal beim Händler angehört (z.T. bin ich mit meinen Endstufen dort angetanzt). Die Shortlist entstand danach bei mir zuhause, da der Raum (noch vor der Elektronik) letztendlich immer noch den grössten Einfluss auf die Performance darstellt. Gekauft habe ich schlussendlich bei Cuel in Zürich.

3. Welche Komponenten verwendest du?

Lorenzo: Als Endstufen kommen bei mir die neuen Neukomm 135er Monoblöcke zum Einsatz, pro Lautsprecher zwei – einer für den Tiefton und einer für den Mittel-/Hochton. Dazwischen befindet sich ein Lautsprecherkabel von Neukomm selbst, was deshalb Sinn ergibt, weil er seine eigenen Endstufen bestens kennt und den Aufbau des Kabels entsprechend darauf optimieren kann. «Dahinter» befindet sich ein MSB Reference DAC, mit der 77er Femto Clock (Upgrade auf die 33er Femto Clock steht noch bevor), dem Vorstufen-Modul mit analoger Lautstärkeregelung und dem Renderer-Modul. Als Quelle kommt ein Innuos Statement Musikserver zum Einsatz, der via I2S-Kabel mit dem Renderer-Modul des DAC verbunden wird. Der Musikserver selbst ist über ein Ethernet-Kabel von Cardas verbunden, welcher durch das Re-Clocking des Servers gestreamte Musik (Qobuz und Tidal) in sehr guter Qualität abspielt. Den Innuos verwende ich gleichzeitig als Roon Core, da Roon für mich, was die Usability des User Interface angeht und der Umgang mit Meta-Daten, State-of-the-Art ist. (…) Das ganze Setup habe ich über unendlich viele Stunden Musikhören akribisch aufeinander abgestimmt und ist nach meinem Gusto auf Auflösungsvermögen/Feinzeichnung, Abbildung/Plastizität, Klangfarben und Natürlichkeit abgestimmt.

4. Wie wurde die stattliche Erscheinung von deinem Umfeld aufgenommen?

Lorenzo: Grundsätzlich sehr gut und zu meinem Glück ist meine Partnerin diesbezüglich sehr tolerant. Es hilft sicher, dass sie gerne Musik auf dieser Anlage geniesst. Ansonsten ist die Erscheinung schon sehr imposant und beindruckt dementsprechend alle Besucher. Die MLS 2 hat definitiv einen hohen WOW-Faktor und, für andere, einen tieferen WAF-Faktor (Woman Acceptance Factor).

(Fotos: Lorenzo)

5. Was gefällt dir besonders gut an deinen Lautsprechern?

Lorenzo: Ihre Fähigkeit nie angestrengt zu klingen. Sie verfügen im Mittel-/Hochton über so viel Membranfläche, dass sie hinsichtlich Dynamik nie im Verlegenheit geraten und die Instrumente in ihrer Abbildung den passenden Körper erhalten. Aber auch ihre Natürlichkeit und die Bühnenabbildung in der Breite und Tiefe sind beeindruckend. Was mir ausserdem immer wieder aufgefallen ist, dass die MLS2 «mitwächst». Egal welche Veränderungen ich am Setup vorgenommen hatte – auch wenn es nur ein Kabel war – der Speaker zog mit, antizipierte jede Veränderung und skalierte dementsprechend.

6. Worin könnten wir uns noch verbessern?

Lorenzo: Hmm, das einzige was ich bemängle bei einem Lautsprecher dieser Preisklasse, ist die Fertigungsqualität des Gehäuses. Da findet man bei der Konkurrenz Exemplare, bei denen die Übergänge im Gehäuse nicht sichtbar sind.

7. MLS 2 – eine Anschaffung fürs Leben?

Lorenzo: Definitiv, sofern nicht noch eine „bessere PIEGA“ am Horizont erscheint! Aber man soll ja niemals nie sagen – das Hobby ist ja bekanntermassen ein Fass ohne Boden. Wichtig dabei ist, sich viel Zeit zu nehmen, um Musik zu hören und die Anlage zu geniessen!

8. Zum Abschluss: Hast du Tipps für zukünftige MLS 2 Besitzer? 

Lorenzo: Nehmt euch Zeit bei der Aufstellung der Lautsprecher – es lohnt sich! Zuerst standen meine relativ weit auseinander, auch weil mir eine grosse Bühne gefällt. Aber mittlerweile sind sie, ganz gemäss der Empfehlung von PIEGA, im Verhältnis von 1:1,5 (Basis zu Abstand Hörplatz) aufgestellt. Dabei rastete das Klangbild nochmals besser ein.

 

Herzlichen Dank, Lorenzo, für deine Zeit und die spannenden Antworten!

MLS 2 - Facts

Bei der MLS 2 sorgen vier Line Source Bändchen für eine absolut klare Wiedergabe aller mittleren und hohen Frequenzen. Die Bändchen werden in minutiöser Handarbeit hergestellt und es bedarf mehrerer Stunden, um sie zu fertigen. Die MLS 2 verfügen zudem für einen kräftigen Bass, welcher dank den zwei 220mm grossen UHDQ Tieftöner und den zwei gleich grossen UHQD Passivmembranen zustande kommt. Durch die rückwärtig angebrachten Akustiklinsen kann der Dipollautsprecher nahe an einer Wand platziert werden und passt sich perfekt in geräumige Wohnzimmer ein.

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